Man unterscheidet zwischen der klassischen und der afrikanischen Schweinepest. Beides sind anzeigepflichtige, virusbedingte Tierseuchen, die Haus- und Wildschweine befallen, ansteckend sind, fieberhaft verlaufen und auf den Menschen nicht übertragbar sind.

Die afrikanische Schweinepest ist bisher in Deutschland noch nicht aufgetreten, nähert sich aktuell aber über Litauen und Weißrussland dem europäischen Raum. Zuletzt sind im Februar 2014 in Polen Fälle von afrikanischer Schweinepest bei Wildschweinen bekannt geworden.
Die Viren sind äußerst wiederstandsfähig, selbst in gepökeltem Schweinefleisch überleben sie einige Monate, in gefrorenem Zustand sogar mehrere Jahre. Deshalb ist die Übertragung durch nicht sterilisierte Schlacht- bzw. Küchenabfälle eine häufige Infektionsquelle. Die Seuche kann aber auch von Wildschweinen auf Hausschweine in Ausläufen oder Weiden übertragen werden. Außerdem ist die Ansteckung gesunder Bestände durch Zukauf bereits infizierter Tiere, die noch nicht sichtbar erkrankt sind oder Kontakt mit infizierten Tieren wie Deckebern möglich. Der Hauptübertragungsweg ist von Schwein zu Schwein, da das Virus über Körperflüssigkeiten und Kot bereits ausgeschieden wird, bevor sichtbare Krankheitserscheinungen auftreten. Die weitere Ausbreitung erfolgt durch Anhaftungen über Transportfahrzeuge, Personen und Gerätschaften. Von der Aufnahme des Virus bis zum Auftreten erster Krankheitserscheinungen vergehen im Normalfall 3 bis 8 Tage, bei weniger auffälligen Verlaufsformen kann es aber bis zu 6 Wochen dauern.
Die Krankheit erscheint mit Fieber bis 41 Grad C, die Tiere haben verklebte Augen und fressen nicht. Zuerst sind sie verstopft, später haben sie Durchfall, einige Tiere erbrechen. Sie haben zentralnervöse Störungen (Schwanken, Taumeln, Kreisbewegungen, Lähmungen und Krämpfe) Es werden Hautblutungen sichtbar. Der Tod tritt sofort oder nach 5-15 Tagen ein. Unter den Wollschweinen gibt es Tiere, die keinen so typischen Verlauf zeigen oder sogar immun dagegen zu sein scheinen. Nach Beobachtungen in Ungarn scheinen Schwalbenbauch Mangalitzas widerstandsfähiger zu sein als die Blonden und Roten Wollschweine.

Bei Auftreten von Schweinepest werden alle Tiere des betroffenen Betriebes getötet.

Quellen:
BMELV: BMEL - Sonstige Tierkrankheiten - Klassische Schweinepest. Online verfügbar unter http://www.bmel.de/DE/Landwirtschaft/Tier/Tiergesundheit/Tierseuchen/_texte/Schweinepest.html;jsessionid=0C70C6795D0F9C6E83BF185C777D222B.2_cid376, zuletzt geprüft am 04.03.2014.

BMELV: BMEL - Tiergesundheit - Fragen und Antworten zur Schweinepest. Online verfügbar unter http://www.bmel.de/DE/Landwirtschaft/Tier/Tiergesundheit/Tierseuchen/_texte/Schweinepest-FragenAntworten.html, zuletzt geprüft am 04.03.2014.

FLI: Afrikanische Schweinepest. Online verfügbar unter http://www.fli.bund.de/de/startseite/aktuelles/tierseuchengeschehen/afrikanische-schweinepest.html, zuletzt geprüft am 05.03.2014.

Eich, Karl-Otto (1991): Handbuch Schweinekrankheiten. 3. Aufl. Münster-Hiltrup: Landwirtschaftsverl.

Kútvölgyi, Mihály; Tóth, Péter (2011): Das Mangaliza-Schwein. Überlieferte Gastronomie. Budapest: Timp Kiadó.