Die Produkte

"Schweineteuer-
aber Saulecker"

Das Fettschwein

In der heutigen Zeit scheinen Nutztiere wie diese Speckschweine keine Daseinsberechtigung mehr zu haben. Ihre doch sehr üppigen Speckseiten und der hohe intramuskuläre Fettanteil sind nicht mehr gefragt. Der ernährungsbewußte Mensch kriegt allein beim Betrachten der speckfetten Mangalitzas schon einen Herzinfarkt.

Nein, das Gegenteil ist der Fall. Wie neueste wissenschaftliche Untersuchungen beweisen, ist das Fett dieser Tiere ernährungsphysiologisch bei Weitem nicht so bedenklich wie man allgemein annimmt. Das Gegenteil ist der Fall, man könnte fast sagen, es ist gesundheitsfördernd. Ärzte, sogar Herzspezialisten, erwähnen die positiven Eigenschaften des Mangalitza Fleisches und Fettes. Der Anteil der mehrfach ungesättigten Fettsäuren n3 und n6 ist erheblich höher als bei den modernen Rassen. Das Fleisch ist choesterinärmer und das Verhältnis von HDL und LDL Cholesterin wesentlich günstiger. Es enthält viele weitere Inhaltsstoffe, die unseren heutigen Hochleistungsschweinen schon abhanden gekommen sind.

Sein Fleisch ist von Fett durchwebt und dadurch zum Braten bestens geeignet. Das Fett gibt dem Fleisch auch seinen besonderen Geschmack. Das Fleisch des Mangaliza-Schweins ist für die Wurstproduktion ausgezeichnet geeignet, es hat eine ideale Zusammensetzung von Fettsäure und gibt das beste Wurstfleisch. Dank seines niedrigen Wassergehaltes wirkt die im Dezember gefüllte Wurst auch im Sommer noch frisch, wenn man sie entsprechend räuchert und an einer luftigen Stelle aufbewahrt.

Der weiche und dicke Speck ist das wertvollste Produkt des Mangaliza Schweins. Er schmilzt leicht und ist ebenfalls auch leicht zu verdauen. Der 8-10 cm dicke Mangalitzaspeck ist eine Spezialität. Für die Wurst eignet sich am besten das Fleisch der alten Mangalitzasauen. Die Veränderungen, die nach dem zweiten Weltkrieg in der Verbraucher- und Züchtersphäre stattgefunden haben, trugen fast zum Aussterben dieser Rasse bei.

Fachleute haben für die Rettung der Rasse gekämpft und ihnen ist es zu verdanken, dass das Mangalitzaschwein heute wieder, auch außerhalb Ungarns, in Spanien, Deutschland, Österreich und der Schweiz, aber inzwischen auch in den USA und Japan, gefragt ist. Dieses Fleisch hat sich auch bei den neuen Küchentechnologien bewährt. Man kann es gut grillen, es enthält die für den Menschen wichtigen Fettsäuren (n3, n6) die bei Kreislaufstörungen und Problemen des Nervensystems vorbeugend dienen.

(Diese Beschreibung wurde auszugsweise entnommen dem Buch „Das Mangaliza-Schwein –Überlieferte Gastronomie-„ von Mihaly Kutvölgyi und Peter Toth ISBN 978-963-9614-91-8)