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Marktstand

Erhalten durch Aufessen

Für jeden Züchter und Halter von Wollschweinen ist die Vermarktung der Produkte ein ganz entscheidender Faktor. Als Einzelner, meist noch mit nur wenigen Tieren, fällt es oft schwer einen Absatzmarkt zu erschließen. Ein fester Kundenstamm und geeignete Märkte sind aber zwingend erforderlich um ein Schlachttier auch gut zu verkaufen. Die Internetpräsenz leistet ein Übriges. So erschließen sich Absatzmärkte bundesweit.

Es ist aufwendig, kostenintensiv und nicht jeder hat die Gelegenheit, Fleisch und Wurstwaren durch die ganze Republik zu schicken. Eine Vernetzung der Züchter und Halter wäre insofern eine gute Alternative.

Unser Wollschwein-Register bietet jedem Mitglied diese Möglichkeit an. Wir sind miteinander vernetzt und können so dem Kunden sein gewünschtes Produkt möglicherweise ortsnah präsentieren. So entsteht ein Netzwerk "Wollschweinprodukte" das ständig ausgeweitet wird, je mehr Mitglieder sich an diesem Register beteiligen.

Das ist ein Mehrwert für jeden Register-Teilnehmer!

Auf dieser Seite stellen wir die Wollschweinzüchter aus unserem Wollschwein-Register vor die Fleisch und Produkte vom Wollschwein anbieten.

Mangalitza-Kontor

„Speck is back“
Die Rückkehr des guten Geschmacks!

Das Mangalitza, wie das Wollschwein eigentlich heißt, ist eines der ältesten, rein erhaltenen Schweinerassen Europas. Seinen Ursprung hat es in der österreichisch-ungarischen Donaumonarchie. Sein dicker weißer Speck ernährte bis weit ins 20. Jahrhundert halb Europa. Durch die Änderung der Esskultur in den frühen 1960er Jahren, hin zu magerem Fleisch, verlor das Wollschwein seine Bedeutung. Der Bestand ging, von einst Millionen, auf wenige hundert Tiere zurück.

„Das wohl beste Schweinefleisch der Welt“
Inzwischen hat man die exzellente Fett- und Fleischqualität wieder entdeckt. Das Wollschweinfleisch ist dunkelrot, geschmackvoll und sehr saftig. Es ist feinfaserig und von Fettäderchen durchwebt – das garantiert einen einzigartigen Geschmack. Die besondere Fett- und Fleischkonsistenz macht es zum besten Wurstfleisch. Die Zusammensetzung der Fettsäuren bei den Mangalitzas ist ähnlich der von pflanzlichen Ölen oder fettem Seefisch. Für die menschliche Verdauung besonders wichtig sind die ungesättigten Fettsäuren Omega 3 mit ihren Doppelbindungen, was ideal für eine cholesterinbewusste Ernährung ist. Das Fleisch ist choesterinärmer und das Verhältnis von HDL zu LDL Cholesterin ist wesentlich günstiger als bei unseren Hochleistungsschweinen.
„Erhalten mit Genuss“
Das Wollschwein steht auf der „Roten Liste“ der vom Aussterben bedrohten Haustierrassen. Seine herausragende Fleisch- und Fettqualität und die Nachfrage nach hochwertigen Lebensmitteln eröffnen uns einen wachsenden Absatzmarkt. Nur so lässt sich diese alte Rasse erhalten. Der ernährungsbewusste Verbraucher legt Wert auf Regionalität, nachhaltig und tiergerecht erzeugtes Fleisch.
Bewusst und in Maßen genießen, damit erweisen wir auch dem Tier unseren Respekt.

„SO MUSS FLEISCH GECHMECKT HABEN, ALS DER LIEBE GOTT ES ERSCHAFFEN HAT“

Mangalitza – das Wollschwein
Hinter diesem Begriff verbirgt sich die wohl älteste rein erhaltene europäische Schweinerasse. Diese urtümlichen Schweine haben mit unseren heutigen Hochleistungsschweinen nicht viel mehr wie den Namen „Schwein“ gemeinsam. Es handelt sich um ein Speckschwein, so wie es bis in die 1950er Jahre noch gewollt war. Fett war bis dahin wertvoller als Fleisch! Durch die sich dann entwickelnde Wohlstandsgesellschaft, die nur noch mageres Fleisch wollte, wurden die Wollschweine vergessen. Die Tierbestände gingen auf unter 200 Tiere zurück von einst Millionen. Erst seit Beginn der 1990er Jahre wurde man sich, vor allem im Stammland Ungarn, dessen bewusst und förderte dieses ungarische Kulturgut. Fachleute haben für den Erhalt gekämpft, heute ist wieder ein stattlicher Genpool vorhanden und sie erfreuen sich steigender Beliebtheit.
Die Wollschweinzucht in Deutschland verlief, entgegen der ungarischen, österreichischen und schweizerischen, eher im Verborgenen. Nicht nur, dass die drei verschiedenen Rassen, Blond, Rot und Schwalbenbauch, miteinander vermischt wurden, es wurden auch vermehrt die modernen Fleischrassen bzw. Wildschweine eingekreuzt. So haben wir heute in Deutschland einen doch sehr gemischten Tierbestand. Die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH e.V.) hat seit 2010 in einem vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) geförderten Infrastrukturprogramm versucht, die Wollschweinzucht in geordnete Bahnen zu lenken und ein Zuchtbuch zu erstellen. Dies ist inzwischen gelungen. Es wurden bisher 275 Züchter mit ca. 400 Zuchttieren ermittelt. Ca. 100 Züchter sind bereit, an dem Zuchtbuch mehr oder weniger aktiv teilzunehmen. 200 Zuchttiere konnten bisher datenmäßig im Zuchtbuch erfasst werden. (Informationen hierzu unter www.wollschwein-zuchtbuch.de)
Nicht jedes Schwein mit Wolle ist ein Wollschwein! Es gibt viele verschiedene Kriterien, die die Reinrassigkeit eines Mangalitza erkennen lassen. Dazu zählt auch die Qualität des Fettes und des Fleisches. Und damit sind wir beim eigentlichen Thema. Wer Wollschweinfleisch anbietet, muss auch dafür bürgen, dass es sich tatsächlich um Wollschweinfleisch handelt. Kreuzungen mit den sogen. „weißen Fleischrassen“ bieten sicher ein gutes Produkt, aber eben kein Wollschweinfleisch. „Wo Mangalitza draufsteht, muss auch Wollschwein drin sein“
Unsere Ziele – unsere Arbeit
Wir sind eine Gruppe von Wollschweinzüchtern aus dem Nordwestdeutschen Raum. Wir legen Wert darauf, dass die drei Rassen genetisch rein gezüchtet und erhalten werden. Kreuzungen zwischen den Rassen sind durchaus erlaubt, soweit die Nachzucht der Fleischproduktion dient. Es gibt zwar Qualitätsunterschiede bei den verschiedenen Wollschweinrassen, die sind aber relativ gering und nur labortechnisch nachzuweisen. Die Tiere werden bei uns nur in kleinen Stückzahlen und traditionell in Freiland- oder Auslaufhaltung gehalten.
Wir möchten mit unserer Organisation einen gewissen Qualitätsstandard festlegen und damit dem Verbraucher einige wesentliche Kriterien näher bringen. Jeder Einzelne von uns ist unabhängig und für sich selbst verantwortlich. Alle haben sich jedoch einem einheitlichen Zucht- und Maststandard verpflichtet, der hier im Einzelnen beschrieben wird.



Wir garantieren Produkte von Original Wollschweinen. Es handelt sich definitiv um reinrassige Tiere bzw. um Kreuzungen zwischen den drei Rassen Blond, Rot und Schwalbenbauch. Einkreuzungen von sogen. „weißen Fleischrassen“ sind ausgeschlossen.
Die Tiere werden in der Regel im Alter von 12 bis 24 Monaten geschlachtet und haben ein Schlachtgewicht von ca. 80 bis 100 Kilogramm.
Die Haltung der Tiere ist ein ganz wesentlicher Faktor für eine gute Fleischqualität. Unsere Tiere leben in Freiland- bzw. Auslaufhaltung und dürfen ihren ureigenen Instinkten folgen.
Die Fütterung mit natürlichen, abwechslungsreichen Futtermitteln verschiedenster Art ist uns wichtig. Wir garantieren zwar keine BIO-Qualität, legen aber größten Wert auf unveränderte Produkte. Dazu gehören u.a. die klassischen, heimischen Getreidesorten, Saftfutter wie Kartoffeln und Rüben, Raufutter in Form von Gras, Silage, Heu.
Die Schlachtung unserer Tiere erfolgt ortsnah. So bleiben den Tieren lange Transportwege erspart. Eine mögliche Weiterverarbeitung zu Wurst und Schinken erfolgt durch eine EU-zertifizierte kleine Metzgerei. Dies garantiert eine einheitliche, gleichbleibende Qualität.
Aufgrund begrenzter Zuchttiere stehen Fleisch und weiterverarbeitete Produkte nicht ganzjährig und in unbegrenzter Menge zur Verfügung.
Die von uns festgelegten Schlachttermine werden den eingetragenen Kunden rechtzeitig mitgeteilt. Fleischbestellungen werden nach dem Datum des Eingangs berücksichtigt.
Wollschweine bekommen nur halb so viele Ferkel und benötigen mindestens die 3-fache Zeit zum Wachsen wie die modernen Rassen.
Die Tierhaltung unserer Züchter und Mäster ist transparent, d.h. jeder der interessiert ist, kann sich die einzelnen Zucht- und Mastbetriebe persönlich ansehen und sich von den Haltungsbedingungen überzeugen.

Die teilnehmenden Züchter und Mäster des Mangalitza-Kontors:

Rudi Gosmann, Kolpingstr. 6, 49594 Alfhausen, Tel: 05464/2221 Mobil: 0176 50932644 Mail: r.gosmann@t-online.de
Lambertus Arends, Zur Grenze 6, 49824 Laar-Eschebrügge, Tel: 05947/534 Mobil: 0162 9859595 Mail: arends-hof@web.de
Denis Puls, Dorfbauerschaft 9, 48485 Neuenkirchen, Mobil: 0174 3300668 Mail: D.Puls90@gmx.de

Weitere Informationen gibts hier

Gentleman Farmer

Der Begriff Gentleman’s Farm und mit ihm der Gentleman Farmer, entstand in den Vereinigten Staaten, als die rasante Entwicklung der Transportinfrastruktur, insbesondere die Eisenbahnen, den Transport landwirtschaftlicher Produkte und Erzeugnisse zu vertretbaren Kosten in alle Regionen des Landes ermöglichte.

Verbunden mit dieser Entwicklung war ein ausgeprägtes Farmsterben in den von der Natur weniger begünstigten Gebieten. Korn und Fleisch aus den fruchtbarsten Regionen waren preiswerter in alle Landesteile zu transportieren als in den weniger fruchtbaren Regionen vor Ort zu produzieren. Die Höfe wurden verlassen und oftmals dem Verfall preisgegeben.

Dieser verlassenen Farmen nahmen sich Leute an, die ihr Geld auf andere Weise schon verdient hatten und noch verdienten, und die mit ihrem Vermögen (auch im Sinne von Tatkraft), unternehmerischem Verstand und ihrer Begeisterung für Ackerbau und vor allem Viehzucht die Farmen wieder belebten und durchaus ernstzunehmende Farmer, eben Gentlemen Farmer, wurden.

Im Mutterland der Gentleman Farmer gab es auch ganz berühmte Zeitgenossen. Der ehemalige Präsident Dwight D. Eisenhower wechselte vom Weißen Haus auf seine Farm nahe Gettysburg, Pennsylvania, wo er unter anderem Aberdeen Angus züchtete. Winthorp Rockefeller gründete 1953 die WinrockFarms in Arkansas.

Wir betreiben Landnutzung und Tierhaltung in einer extensiven, schonenden Form. Wir handeln nach Grundsätzen, die denen der zertifizierten Bio-Höfe gleichen, ohne dass wir die Zertifizierung durch eine höhere Instanz für notwendig halten.

Unsere Waldbewirtschaftung ist frei von Kahlschlägen und richtet sich nach den Grundsätzen der naturgemäßen Waldwirtschaft.

Wir unterstützen die Arbeit der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH) und sind deren Mitglied.
Kontakt:

Gentleman Farmer
Dorfstr. 28
39359 Böddensell
0151 17048248
Mail: info@gentleman-farmer.de

Mühlenmaik

Maik Mrugalla
Mühlrhain 1
36266 Heringen-Wölfertshausen
Tel: 06624/7199
Mail: muehlenmaik@t-online.de

Andrej Babitz

Andrej Babitz
An der Kirche 33
35410 Hungen
Tel: 0171 2931545
Mail: ambabitz@gmail.com

Johanna Mehringer

Johanna Mehringer
Oberschneitberg 132
84144 Geisenhausen
Tel: 0173 9575435
Mail: johanna.mehringer@yahoo.de