Schweine können sich ausgiebig mit der Futteraufnahme beschäftigen. Das trifft um so mehr auf das Wollschwein bei extensiver Haltung zu. Mastfuttergaben sollten sparsam ausfallen, da die Tiere sofort mit extremer Verfettung reagieren. Sie begnügen sich mit einfachen Futtermitteln wie Gras und Brennesseln, Heu, Eicheln und Kastanien, Gartenabfällen und Ernterückständen sowie Obst, Gemüse, Brot und Kartoffeln. Die Schweinehirten der Tiefebene Ungarns meinten immer: „das Tier frisst nur trockenes Gras und entwickelt sich trotzdem gut“.

Das Wollschwein wird auch bei intensiver Fütterung nicht die Mastleistung unserer heutigen modernen Rassen erreichen. Es muss mindestens doppelt so lange gemästet werden um eine ordentliche Fleischausbeute zu gewährleisten. Es gibt für die Mast keine verbindlichen Werte. Gefüttert wird nach Gefühl und Erfahrung. Der noch unerfahrene Neuzüchter muß also schon genau hinsehen um beurteilen zu können, welche Futtermengen seine Tiere benötigen. Die Mastfuttergabe ist vor allem davon abhängig, ob die Tiere ausreichend Auslauf und Grünfutter zur Verfügung haben. Wichtig ist natürlich eine ausreichende Proteinversorgung.

Als typisches Fettschwein kann das 150 bis 160 kg schwere Mastschwein neben dem Fleisch bis zu 70 Liter Fett geben. Es ist das fetteste Schwein der Welt. Bei der Mastschweinausstellung in Budapest 1924 hat es Mangalizaherden gegeben, die 73,9% Fettware lieferten. Das ist heute sicher nicht mehr gewollt, bei mäßiger Fütterung hält sich der Fettanteil auch durchaus in Grenzen.