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Wollschwein-Register

Das Jahr des Wollschweines

Mit dem Wollschwein steht im Jahr 2019 eine Nutztierrasse im Mittelpunkt, die auf der Roten Liste in der Kategorie „Rassen aus anderen Ländern“ aufgeführt ist. Ursprünglich stammt es aus Ungarn und ist auch unter dem Namen Mangalitza-Schwein bekannt. In Deutschland erfreut es sich wachsender Beliebtheit.

Das Wollschwein kommt in drei verschiedenen Farben vor, die als eigenständige Rassen angesehen werden können: das Blonde Wollschwein, das Schwalbenbäuchige Wollschwein und das Rote Wollschwein. Tatsächlich trägt es feste, gekräuselte Borsten mit feiner Unterwolle im Winter, und feine, glatte und kurze Bosten im Sommer. Die Ferkel sind gestreift, wie Frischlinge beim Wildschwein.

Für die Bezeichnung Mangalitza gibt es verschiedene Erklärungsansätze, die alle sehr treffend scheinen, so bedeutet Mangalitza „walzenförmig“. Das rumänische Wort „mancare“ bedeutet „essen“. Das Wort „Mangala“ ist slawischen Ursprungs und beschreibt einen guten Ernährungszustand und ein „Mangala svinja“ wäre demnach ein Schwein, das gut zunimmt. All diese Deutungsansätze geben schon eine gute Beschreibung zu dem kompakten, walzenförmigen Schwein mit feinen aber harten Knochen und kräftiger Muskulatur.

Das Wollschwein ist robust und eignet sich ideal für die Freilandhaltung, das dichte Borstenkleid und eine Speckschicht schützen dabei vor extremer Witterung. Das Fleisch ist stark marmoriert, was zu einem exzellenten Geschmack führt und reich an den wertvollen ungesättigten Omega-3-Fettsäuren. Dadurch wird es bei qualitätsbewussten Kunden und auch in der gehobenen Gastronomie immer beliebter. Gute Abnehmer für die Produkte sind für die Schweinezüchter notwendig, damit sie weiter züchten können und diese besondere gefährdete Nutztierrasse erhalten bleibt.

Mit viel ehrenamtlichem Engagement und unterstützt durch das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) konnte in den vergangenen sieben Jahren der Grundstein für ein Wollschwein-Register gelegt werden. Dadurch wurde die Möglichkeit geschaffen Zuchttiere zu registrieren und Abstammungen zu dokumentieren.

Die GEH ernennt seit 1984 alljährlich die „Gefährdete Rasse“ und macht damit deutlich, dass neben den Wildtieren und Wildpflanzen auch in der Landwirtschaft der Verlust der Vielfalt eingezogen ist.

Hier ein Radiobericht von Timo Rieg für das Deutschlandradio zum Jahr des Wollschweines
bericht-timo-rieg-deutschlandradio.pdf [145 KB]

Aufgrund der derzeitigen Tierseuchengefahr durften keine lebenden Wollschweine ausgestellt werden. Wir konnten jedoch einen Künstler für uns gewinnen der für die Präsentation Wollschweine aus Eisen hergestellt hat. Diese wurden dann von uns im Showring der Tierhalle dem Publikum präsentiert.

Aktuelles Thema

Sie kommt näher - die Afrikanische Schweinepest ASP!

Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit bis die ersten Fälle in Deutschland auftreten. Die Behörden sind schon seit langem in Alambereitschaft und haben Notfallpläne erarbeitet. Die nachfolgenden PDF-Dateien geben weitere Informationen.

checkliste-asp-2018-07-20.pdf [125 KB]
merkblatt-asp_2018-07-20.pdf [90 KB]
anleitung-notfallkonzept-hessen.pdf [1.062 KB]
schhalthygv.pdf [72 KB]

Und hier noch spezielle Hinweise für Wollschweinhalter
asp---umgang-mit-der-schweinepest.pdf [209 KB]

Herzlich Willkommen!

Das Wollschwein-Register begrüßt Sie ganz herzlich.
Mit dieser Seite möchten wir alle Wollschweinhalter in Deutschland ansprechen und interessierte Züchter des Blonden, des Roten und des Schwalbenbäuchigen Wollschweins dazu aufrufen, am Aufbau einer organisierten Zucht teilzunehmen. Bisher gibt es in Deutschland keine Organisation, die die Wollschweine kontrolliert führt. Wir möchten das ändern und Daten von Züchtern und Tieren sammeln die später in einem offiziellen Herdbuch münden.

Wir möchten an dieser Stelle ausdrücklich darauf hinweisen, dass es sich bei diesem Wollschwein-Register nicht um ein offizielles Zuchtbuch bzw. Herdbuch handelt. Das Zuchtbuch (auch Herdbuch oder Zuchtstammbuch) ist eine von einem Zuchtverband geführte geordnete Zusammenstellung beglaubigter Abstammungsnachweise von Zuchttieren, Tierfamilien oder Stämmen. Die GEH als Dachorganisation zur Führung des Wollschwein-Registers ist dazu nicht berechtigt.

Etwas Grundsätzliches

Als Gestalter dieser Seite, lege ich größten Wert auf fachlich fundierte und wissenschaftlich nachgewiesene Ausarbeitungen zu den einzelnen Themen. Sie sollen dennoch für den Nutzer kurz und verständlich sein. Fachleute und Kenner der Materie haben ihre Beiträge geleistet und eine gehörige Portion Erfahrungswerte sind hier eingeflossen. Die Seite erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Bei den Fotos gilt ebenso, dass es sich überwiegend um Tiere aus den Reihen der Wollschweinhalter bzw. um selbst gemachte Aufnahmen handelt. Deshalb bitte ich um Verständnis dafür, dass es sich nicht ausschließlich um makellose und reinrassige Tiere handelt.

Rudi Gosmann
Rassebetreuer der GEH

Die Fotos auf dieser Internetseite zeigen Tiere unserer verschiedener Wollschweinzüchter und wurden freundlichst zur Verfügung gestellt von:

Mangalitza-Kontor Rudi Gosmann, Alfhausen
Lambertus Arends vom Arendshof, Laar-Eschebrügge
Michael Günther, Dresden
Christel Simantke, BAT Witzenhausen
Marion Repin, Aparte Fotos, Bohmte
Barbara Meyer zu Altenschildesche, Leuvenum/NL
Tierpark Hirschfeld, Hirschfeld
Tierpark Kunsterspring, Neuruppin
Nina Dittmann, Wiesbaden
Matthias Frank, Waldsassen

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